Die Cardy kann Dornen enthalten. Auch bei den Entdornten Stielen lässt es sich nicht ganz vermeiden, dass sich noch irgendwo Dornen befinden. Insbesondere die Herzen enthalten noch Blätter und neben vielen harmloseren auch durchaus größere Dornen. Es empfiehlt sich, Handschuhe bei der Zubereitung zu tragen.
Zubereitung Cardy - Stiele und Stauden
Die Stiele von Blättern und ggf. Dornen befreien. Fäden auf der geriffelten Seite und seitlich mit einem Messer abziehen oder mit einem Sparschäler ein wenig schälen. Dann in beliebig große Stücke schneiden und direkt in Salzwasser mit einem Schuss Zitronensaft legen, damit sie sich nicht verfärben. Je nach Geschmack und weiterer Verwendung kurz aufkochen und für 10 bis 45 Minuten garen.
Zubereitung Cardy - Wurzeln
Die äußere Rinde sowie alles Holzige seitlich abziehen bzw. abschneiden. Je nach weiterer Verwendung z.B. in kleine Würfel schneiden, direkt in Salzwasser mit einem Schuss Zitronensaft legen und je nach gewünschter Bissfestigkeit ca. 20 bis 30 Minuten kochen.
Zubereitung Cardy - Herzen
Die Stiele von Blättern und Dornen befreien. Die fleischigen Blattstiele und den weichen Teil der Wurzel in beliebig große Stücke schneiden und direkt in Salzwasser mit einem Schuss Zitronensaft legen. Die Kochzeit beträgt nur wenige Minuten, dann sind Stiele und Wurzeln bereits zart und schmackhaft - wie die Herzen von Artischocken.
Youtube: Ernte und Zubereitung
Dies sind interessante Videos auf französisch zur Ernte und Zubereitung:
https://www.youtube.com/watch?v=_a7KDXGvJyo&t=67s
Die weitere Zubereitung und Verwendung
Für die weitere Zubereitung gibt es verschiedene Rezepte. Unter dem Suchbegriff ´cardon´ finden sich im Netz zudem zahlreiche Rezepte auf Französisch und Spanisch; unter ´gobbi´ oder 'cardi' italienische. Hier eine Auswahl:
- kuechenkitchen.de aus Freiburg (!) hat mehrer Rezepte mit Cardy:
https://www.kuechenkitchen.de/2022/10/cardy-kartoffelsalat-warm-cardoon-potato-salad/
- Mein Favorit: Gratin in Bechamel-Sauce mit Gruyère oder Parmesan (wohl das beliebteste Rezept). Dazu finden sich verschiedene Rezepte im Netz.
- lamiacucina.blog hat verschiedene Rezepte mit Cardy, Cardy karamellisiert und Cardy-Wurzeln. Mein Favorit: Frittata mit Cardy-Wurzeln (ich habe das Rezept leicht verändert und zur Hälfte Cardy-Wurzeln und Cardy genommen und Andalimanpfeffer und Fenchel dolce zum Würzen verwendet:
https://lamiacucina.blog/tag/Kardy/
- Gobbi „rifatti“, Gobbi in Parmigiana (italienisch):
https://blog.giallozafferano.it/latatipasticciona/parmigiana-di-gobbi/
- Cardi al Pomodoro:
https://splendido-magazin.de/cardi-al-pomodoro/
- Cardon a la moelle, verschiedene Rezepte im Netz
Dieses Pesto ist ein sehr angenehmes Würzmittel: Bei dieser Variante ohne tierische Nebenprodukte werden die bitteren Blätter mit Mandeln vermischt. Sie können damit Pasta würzen oder für eine rustikale Bruschetta aufs Brot streichen.
Zutaten:
200 g Catalogna
100 g ungeschälte Mandeln
50 ml natives Olivenöl extra (Anm.: die doppelte Menge ist besser)
Saft einer halben Zitrone
1 Knoblauchzehe
Chilischote nach Geschmack
Salz nach Geschmack.
Vorbereitung
Reinigen Sie die Blätter von Catalogna. 3 Minuten in Salzwasser blanchieren, abtropfen lassen und abkühlen lassen. Zusammen mit allen anderen Zutaten mit einem Mixer pürieren, bis ein sehr cremiges Pesto entsteht.
Wilde Artischocken können erst geschält und dann gegart oder wie Artischocken, durch Garen ganzer Früchte, verzehrt werden. Ausserdem kann man sich die Arbeit machen und den Boden und die Schuppen auskratzen und mit 1 Teil Olivenöl und einem Teil Distelöl, Zitronensaft und Salz zu einem Mus zerdrückt werden. Diese ist etwa zwei Wochen haltbar und kann als Pesto verwendet werden.
Für das Schälen braucht man sehr scharfe Messer und ggf. Handschuhe. Die Artischocke wird knapp über dem Boden durchgeschnitten und aussen geschäl. Ansätze der Schuppen können dran bleiben. Die freigeschäkten Böden werden nun in Salzwasser mit Zitronensaft für etwa 10 Minuten gegart. Anschließend in Tortenstücke schneiden und mit geeigneten Beilagen kombinieren oder pur genießen.
Für das Verzeheren ganzer Früchte werden die Artischocken in Salzwasser mit Zitroennsaft je nach Größe für 20-30 Minuten gegart. Der Zitronensaft neutralisiert Bitterstoffe.
Anschließend können zunächst die Schuppen ausgelutscht werden und am Ende kann der Boden genossen werden. Als Dipp eignet sich ein Gemisch aus Zitronensaft und Olivenöl
Geschmacklich sind die wilden Artischocken im ganzen gegart am intensivsten.
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